Warum Wolfgang Paulis Ausschlussprinzip wichtiger ist, als Sie denken

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Wolfgang Pauli war nicht nur Physiker. Er war ein junges Wunderkind, das im Alter von 20 Jahren einen riesigen 200-seitigen Enzyklopädieeintrag über die Relativitätstheorie schrieb. Eine solche Ausgabe würde die meisten Professoren erschöpfen. Er tat es, bevor er in Wien legal trinken durfte. Pauli wurde 1900 in Österreich geboren und prägte unser Verständnis der subatomaren Welt auf eine Weise, die auch heute noch bestimmt, wie die Materie zusammenhält.

Seine Karriere verlagerte sich von Zürich nach Princeton, doch seine Wirkung war global. Von 1928 bis 1940 lehrte er in der Schweiz. Später nahm er eine Stelle am Institute for Advanced Study in New Jersey an. Die Arbeit, die er in diesen Jahren leistete, veränderte die Physik für immer.

Das Neutrino: Das Geheimnis des Beta-Zerfalls lösen

1930 geriet Pauli in eine Krise. Die Physik hatte eine Lücke in ihrer Logik. Wenn beim Betazerfall ein Elektron aus einem Atomkern emittiert wurde, schienen Energie und Impuls zu verschwinden. Dies verstieß gegen die Grundgesetze des Naturschutzes. Die Physiker waren verwirrt. War die Physik kaputt?

Pauli geriet nicht in Panik. Er schlug eine Lösung vor. Er vermutete, dass ein anderes Teilchen die fehlende Energie wegtrug. Dieses Teilchen musste nahezu masselos sein. Es war kostenlos. Es war unglaublich schwer zu erkennen. Wir nennen dieses Teilchen nun das Neutrino.

Es war ein mutiger Schritt. Er sagte im Wesentlichen, dass etwas Unsichtbares der Gleichung Energie stiehlt. Die meisten Wissenschaftler waren skeptisch. Aber die Rechnung hat funktioniert. Das Neutrino war das fehlende Stück. Es hat den Energieerhaltungssatz gerettet.

Das Pauli-Ausschlussprinzip: Warum Atome nicht kollabieren

Der Grund, warum Pauli 1945 den Nobelpreis erhielt, war jedoch eine frühere Entdeckung. 1924 untersuchte er, wie sich Elektronen in einem Atom verhalten. Er bemerkte, dass sie eine bestimmte Spinquantenzahl benötigten. Es war entweder +1/2 oder −1/2.

Dies führte zu seinem berühmtesten Beitrag. Das Pauli-Ausschlussprinzip.

Das Prinzip ist einfach in der Aussage, aber tiefgründig in der Konsequenz. Keine zwei Elektronen in einem Atom können den exakt gleichen Quantenzustand haben. Sie können nicht denselben Raum mit demselben Spin einnehmen. Wenn sie könnten, würden sie alle auf das niedrigste Energieniveau abstürzen.

„Keine zwei Elektronen können gleichzeitig denselben Quantenzustand einnehmen.“

Das ist nicht nur abstrakte Theorie. Es ist der Grund, warum Materie Volumen hat. Deshalb fallen Sie nicht vom Stuhl. Die Elektronen in Ihrem Körper weigern sich, sich mit den Elektronen im Stuhl zu überlappen. Sie stoßen ab. Sie schließen aus. Sie behaupten sich.

Ohne diese Regel würden Atome kollabieren. Chemie, wie wir sie kennen, würde es nicht geben. Sterne würden anders aussehen. Das Universum wäre ein dichter, dunkler Schlamm. Paulis Entdeckung von 1925 erklärt, warum die Welt so strukturiert ist, wie sie ist.

Er starb 1958 in Zürich. Seine Ideen sind bis heute das Fundament der Quantenmechanik. Wir verwenden seine Regeln immer noch, um Transistoren zu bauen. Wir verlassen uns immer noch auf seine Logik, um nukleare Reaktionen zu verstehen. Das Ausschlussprinzip ist nicht nur eine Fußnote der Physikgeschichte. Es ist die Regel, die verhindert, dass Materie auseinanderfällt.

Bedeutet das, dass wir jetzt alles über Elektronen verstehen? Nicht einmal annähernd. Aber wir wissen, dass sie Grenzen haben.

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