Das Webb-Teleskop enthüllt atemberaubende Details des „freigelegten Schädelnebels“.

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Das James-Webb-Weltraumteleskop hat bemerkenswert klare Bilder von PMR 1 geliefert, einem planetarischen Nebel im Sternbild Vela, etwa 5.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Diese kosmische Gas- und Staubwolke, die aufgrund ihrer verblüffenden Ähnlichkeit mit einem Gehirnscan den Spitznamen „freigelegter Schädel“ trägt, stammt von einem sterbenden Stern, dessen endgültiges Schicksal für Astronomen weiterhin eine Schlüsselfrage bleibt.

Die einzigartigen Eigenschaften des Nebels

Webbs Beobachtungen, die sowohl im nahen als auch im mittleren Infrarotlicht aufgenommen wurden, übertreffen die Details früherer Bilder des Spitzer-Weltraumteleskops, die vor über einem Jahrzehnt aufgenommen wurden. Die neuen Ansichten offenbaren eine komplexe Struktur:

  • Eine deutliche dunkle Spur teilt den Nebel und erzeugt so die auffällige gehirnähnliche Symmetrie.
  • Schwache äußere Wasserstoffblasen weisen auf frühere Stadien des Ausstoßes von Sternmaterial hin.
  • Eine dichtere innere Wolke aus gemischten Gasen bildet den Kern der „Gehirn“-Form.
  • Potenzielle Jets vom Zentralstern deuten auf einen anhaltenden Auswurf hin, der die Struktur des Nebels prägt.

Diese Merkmale liefern einen einzigartigen Schnappschuss eines Sterns in seinem Endstadium, in dem er Materialschichten abwirft, bevor er entweder zu einem Weißen Zwerg verblasst oder als Supernova explodiert.

Warum das wichtig ist: Sternentwicklung in Echtzeit

Die Untersuchung von PMR 1 ist bedeutsam, da die Masse des sterbenden Sterns unbekannt ist. Das ist entscheidend : Ein schwererer Stern wird schließlich sein Leben in einer spektakulären Supernova beenden, die schwere Elemente in den Weltraum streut, während ein kleinerer Stern sanft zu einem Weißen Zwerg abkühlt. Der freigelegte Schädelnebel bietet eine seltene Gelegenheit, den Prozess in Aktion zu beobachten.

Planetarische Nebel haben trotz ihres Namens nichts mit Planeten zu tun. Sie entstehen, wenn sich mittelgroße Sterne zu Roten Riesen ausdehnen und dann mit der Zeit ihre äußeren Schichten abwerfen. Die Bilder zeigen mehrere Episoden von Ausbrüchen, was auf einen dynamischen und gewalttätigen Prozess schließen lässt.

Webbs Infrarot-Vorteil

Webbs Fähigkeit, im Infrarotbereich zu sehen, ist hier von entscheidender Bedeutung. Infrarotlicht kann dicke Staubwolken durchdringen und Details offenbaren, die für das menschliche Auge oder Teleskope mit sichtbarem Licht unsichtbar sind. Dies ermöglicht es Astronomen, das zu unterschiedlichen Zeiten ausgestoßene Material zu kartieren, den Massenverlust des Sterns zu verfolgen und die genaue Phase seines Niedergangs zu bestimmen. Die Daten bestätigen, dass der Sterntod nicht immer reibungslos verläuft.

„Diese Bilder fangen einen kurzen, dynamischen Moment auf dem Todesmarsch eines Sterns ein und bieten einen seltenen Einblick in die Art und Weise, wie sich seine Trümmer durch den Weltraum verteilen und zukünftige Generationen von Sternen und Planeten hervorbringen.“

Die Beobachtungen bestätigen, dass die von sterbenden Sternen ausgeworfenen Trümmer das interstellare Medium anreichern und den Rohstoff für neue Sterne und Planetensysteme liefern. Dieser Zyklus der Geburt und des Todes von Sternen ist für die Entwicklung des Universums von grundlegender Bedeutung.

Der freigelegte Schädelnebel bietet einen fesselnden Einblick in den letzten Akt des Lebens eines Sterns und liefert wertvolle Daten, die Astronomen helfen werden, ihr Verständnis der Sternentwicklung und des kosmischen Zyklus von Schöpfung und Zerstörung zu verfeinern.

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