Der Versuch der Trump-Regierung, den Bau eines milliardenschweren Windparks vor der Küste New Yorks zu stoppen, wurde von einem Bundesrichter blockiert. Dies markiert die fünfte juristische Niederlage bei ihren umfassenderen Bemühungen, die Entwicklung von Offshore-Windenergie einzudämmen. Richter Royce Lamberth vom US-Bezirksgericht für den District of Columbia erließ am Montag eine einstweilige Verfügung, die die Wiederaufnahme des Baus des Sunrise Wind-Projekts erlaubte, solange die rechtlichen Anfechtungen andauern.
Die Ansprüche der Verwaltung und die Antwort des Gerichts
Im Dezember ordnete das Innenministerium einen vollständigen Arbeitsstopp bei Sunrise Wind und vier weiteren Windparks an der Ostküste an und berief sich dabei auf einen geheimen Bericht des Verteidigungsministeriums, in dem die Projekte angeblich als nationales Sicherheitsrisiko eingestuft wurden. Allerdings war Richter Lamberth – ein Reagan-Beauftragter – nach Durchsicht des geheimen Materials nicht überzeugt. Er erklärte, die Entscheidung des Bureau of Ocean Energy Management des Innenministeriums habe dem Entwickler von Sunrise Wind „irreparablen Schaden“ zugefügt und die Begründung der Regierung sei nicht ausreichend begründet.
„Angeblich neue Verschlusssachen stellen keine ausreichende Erklärung für die Entscheidung des Büros dar, die Arbeiten am Sunrise Wind-Projekt vollständig einzustellen“, urteilte Richter Lamberth nach einer zweistündigen Anhörung vom Richterstuhl.
Ein Muster von Ablehnungen
Dieses Urteil ist die jüngste in einer Reihe von Niederlagen für die Regierung. In den letzten drei Wochen haben Bundesrichter ihre Versuche, alle fünf im Bau befindlichen Windparks in Bundesgewässern entlang der Ostküste zu stoppen, abgelehnt. Die Konsistenz dieser Urteile lässt darauf schließen, dass eine starke Rechtsgrundlage gegen die Maßnahmen der Verwaltung besteht.
Die wiederholten Misserfolge werfen Fragen zur Berechtigung der vom Innenministerium angeführten nationalen Sicherheitsbedenken auf. Es ist unklar, ob die Regierung angesichts der aktuellen Erfolgsbilanz diese rechtlichen Herausforderungen weiterhin verfolgen wird.
Diese Urteile stellen einen erheblichen Rückschlag für die Bemühungen der Trump-Regierung dar, das Wachstum der Offshore-Windenergie zu behindern, und verstärken den Widerstand der Gerichte gegen unbegründete Behauptungen über nationale Sicherheitsrisiken.




















