Neustart von „Blake’s 7“ bestätigt: „The Last of Us“-Regisseur wird Kult-Sci-Fi-Serie wiederbeleben

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Der Emmy-nominierte Regisseur Peter Hoar, bekannt für seine Arbeit an „The Last of Us“, leitet eine Neuauflage der legendären britischen Science-Fiction-Serie „Blake’s 7“. Das Projekt markiert den Start von Hoars neuem unabhängigen Produktionsstudio Multitude Productions zusammen mit dem ausführenden Produzenten Matthew Bouch und dem West End-Produzenten Jason Haigh-Ellery.

Die Entstehung des Neustarts

Hoar, Bouch und Haigh-Ellery haben sich die Rechte an „Blake’s 7“ gesichert, das ursprünglich 1978 auf BBC One ausgestrahlt wurde. Die Neuauflage wird bereits Sendern und Streamern vorgestellt, wobei eine Rückkehr zur BBC bevorzugt wird, die Kofinanzierung durch US-amerikanische und europäische Plattformen jedoch offen ist. Dieser Schritt erfolgt, da die Budgets für High-End-Fernseher knapper werden und eine Verlagerung hin zu wirtschaftlicheren Produktionsmodellen erfolgt.

Hoar erkennt die bescheidenen Ursprünge der Serie an: „Die ‚Blake’s 7‘-Geschichte ist legendär, weil ihnen der Slot [der britischen Polizeiserie der 70er Jahre] ‚Softly, Softly‘ gegeben wurde, der für Polizeidramen gedacht war und über ein Budget für ein großes Set und ein paar Dreharbeiten vor Ort verfügte.“ Er erinnert sich an den Charme der Show trotz ihrer Einschränkungen und fügt hinzu, dass die Sets wackelten, die Fahrt aber dennoch Spaß machte.

Die Originalserie: Eine düsterere Version von Science-Fiction

„Blake’s 7“ erschien im Januar 1978 und wurde von Terry Nation kreiert – dem Kopf hinter den Daleks in „Dr. Who“. Die Serie zeichnete sich durch eine düstere, moralisch zweideutige Herangehensweise an Science-Fiction aus und unterschied sich von optimistischeren Zeitgenossen wie „Space: 1999“. Es folgte Roj Blake, ein Rebell, der der Gefangenschaft entkam, und seine Bande von Gesetzlosen an Bord eines gestohlenen außerirdischen Raumschiffs, der Liberator.

Zur Originalbesetzung gehörten Gareth Thomas als Blake, Paul Darrow als Kerr Avon und ein wechselndes Ensemble, das über vier Staffeln hinweg ständigem Verrat und Verlust ausgesetzt war. Die Mischung aus Shakespeare-Tragödie und Weltraumoper in der Show, insbesondere die Dynamik zwischen Avon und seinem Erzfeind Servalan, erlangte eine treue Anhängerschaft.

Warum jetzt? Der Wandel in der Science-Fiction-Produktion

Hoar zieht einen Vergleich zum Erfolg von „Andor“ und stellt fest, dass seine Wirkung nicht auf extravagante Budgets, sondern auf starkes Storytelling zurückzuführen sei. Er betrachtet den Abschied von Disney+ von „Dr. Who“ als warnendes Beispiel, das die Notwendigkeit nachhaltiger Produktionsmodelle unterstreicht. Ziel des Teams ist es, britische Genre-Sensibilitäten mit internationalen Märkten zu verbinden und dabei den Rückgang der US-amerikanischen Unterhaltungsausgaben zu berücksichtigen.

Bouch erklärte, dass der aktuelle Markt perfekt für einen Neustart sei, und fügte hinzu: „Wir blicken mit einem gewissen Maß an Nostalgie auf die Zeit zurück, als wir jung waren, denken aber auch an die 70er und 80er Jahre, als wir aufwuchsen, und an die Menge an Genrematerial, die verfügbar war … Wir schauen auf den internationalen Markt und sehen, ob es eine Möglichkeit gibt, die britische Low-Budget-Sensibilität mit internationalen Märkten zu verzahnen.“

Das Erbe von „Blake’s 7“

Die Originalserie startete die Karrieren mehrerer Schauspieler, darunter Josette Simon und Glynis Barber, die später in großen Franchises wie „Wonder Woman“ und „Halo“ mitwirkten. Trotz zahlreicher Neustartgerüchte im Laufe der Jahre zeugt das erweiterte Universum – darunter Romane, Hörspiele und Comics – von der anhaltenden Anziehungskraft der Serie.

Die Wiederaufnahme von „Blake’s 7“ markiert einen strategischen Schritt von Multitude Productions, um sowohl aus der Nostalgie als auch aus der sich entwickelnden Landschaft des Science-Fiction-Fernsehens Kapital zu schlagen. Das Projekt unterstreicht einen wachsenden Trend in der Branche: kreative Integrität und finanzielle Umsicht haben Vorrang vor unkontrollierten Ausgaben.

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